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Wie wird das Vermögen bei Erwachsenen angerechnet?

Unsere Antwort

Seit dem 1. Januar 2020 wird mit der dritten Stufe der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes neben den Freigrenzen für das Einkommen auch der Vermögensfreibetrag deutlich angehoben. 2020 bleibt Vermögen bis zu einer Grenze von 57.330 Euro frei.

Der Vermögensfreibetrag wird, wie die Grenze beim Einkommen, ebenfalls an die sich jährlich ändernde Bezugsgröße der Sozialversicherung gekoppelt und steigt dadurch dynamisch an. Freigestellt wird Vermögen in anderthalbfacher Höhe der Bezugsgröße der Sozialversicherung. 2020 sind das 57.330 Euro. Bis zu diesem Betrag sind künftig Ansparungen der Leistungsberechtigten geschützt. Dies gilt jedoch nur für Betroffene, die nicht gleichzeitig existenzsichernde Leistungen erhalten. Für Sozialhilfe-Leistungen zur Existenzsicherung, wie etwa die Grundsicherung, gelten deutlich niedrigere Freigrenzen. Die allgemeine Vermögensschongrenze bei Sozialhilfe-Leistungen liegt bei 5.000 Euro. 

In der Eingliederungshilfe wird das Vermögen von Partnerinnen und Partnern nicht berücksichtigt. Die Freigrenzen sind unabhängig vom Personenstand und der Familiensituation der leistungsberechtigten Person. Vermögenswerte, die bereits nach dem bestehenden Recht des Sozialgesetzbuchs, Zwölftes Buch, als geschützte Vermögenswerte bewertet werden, bleiben auch ab dem 1. Januar 2020 bei der Anrechnung geschützt. Dazu zählen zum Beispiel eine staatlich geförderte Altersversorgung und ein angemessenes Hausgrundstück samt Eigenheim.