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Was verändert sich bei der Werkstatt-Beschäftigung?

Unsere Antwort

Ziel ist mehr Personenzentrierung bei den Unterstützungsleistungen in der Werkstatt. Im Landesrahmenvertrag zur Eingliederungshilfe in NRW haben die Landschaftsverbände LVR und LWL und die Leistungserbringer vereinbart, dass die Finanzierungssystematik für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Werkstätten (und ebenso künftig bei anderen Leistungsanbietern) in den kommenden Jahren verändert und weiterentwickelt werden soll.

Entsprechend den Vorgaben des Bundesteilhabegesetzes zur Personenzentrierung der Leistung soll auch die Struktur der Finanzierung der Werkstätten künftig stärker unterschiedliche individuelle Unterstützungsbedarfe abbilden. Bereits 2019 hatten Expertinnen und Experten der Werkstätten und der Landschaftsverbände mit der Entwicklung konkreter Modelle begonnen. Erste Bausteine des neuen Leistungs- und Vergütungssystems sind bereits im Landesrahmenvertrag beschrieben. So soll künftig zwischen der individuellen Betreuungsleistung, der generellen Betreuungsleistung und der Basisleistung unterschieden werden. Unverändert bleiben die Finanzierungsbestandteile Arbeitsförderungsgeld, Sozialversicherungsabgaben und die Fahrtkosten der Beschäftigten, als ‚durchlaufende Posten‘, die die Werkstatt weiterleitet. Die neue Struktur der Finanzierung soll in 2021/2022 zunächst in fünf Werkstätten im LVR-Gebiet erprobt und evaluiert werden. LVR und Werkstätten werden regelmäßig über Zwischenergebnisse informieren.